Die Werbewirksamkeit
der Tracht resultiert aus der Vermarktung eines schönen "Wunschbildes":
In den Trachtenabbildungen sind die vom Bürgertum gesuchten Bilder
der Heimat, der ländlichen Stimmung und der Harmonie vereint.
Reklamemarken und
Postkarten warben mit ländlichen Genreszenen für ihre Produkte:
Die Trachtendarstellungen halfen, die Verkaufszahlen von Schokolade, Kaffee-Ersatz
und Nähmaschinen zu steigern.
Mit dem Markenzeichen
Tracht warb und wirbt die Stadt Reutlingen in Stadtführern und auf
Souvenirs für sich als lohnendes touristisches Ziel. Für die
Landesgartenschau 1984 wurde das Werbelogo der "Perle der Trachtendörfer"
auf Plakaten benutzt.
Im Alltag werden
Gebrauchsgegenstände seit langem durch Abbildungen verschönert:
Findet man diese Anfang des 20. Jahrhunderts auf Pfeifen wieder, werden
bis heute Vasen, Krüge und Gläser mit den Trachtendarstellungen
verziert. Ebenso entstehen im Kunsthandwerk Trachtenträger als naive
Holzskulpturen, Tonfiguren oder als aufwändig gefertigte Porzellenpuppen.
Als Signet ist die
Betzinger Tracht bis in die heutige Zeit aktuell: Durch Aufdrucke auf Tüten,
Dosen und Schachteln und sonstigen Verpackungen bewirbt sie überregionale
und lokale Geschäfte sowie die unterschiedlichsten Produkte.
In der Ausstellung
wird eine Fülle von Objekten gezeigt, die sich mit dem Markenzeichen
der Betzinger Tracht verbinden lassen:
Winterhilfswerkfiguren,
antiquarische Trachtenpuppen, historische und zeitgenössische Gegenstände
aus Alltag, Kunst und dörflicher Lebenswelt
(Aus dem Flyer der
Stadt Reutlingen zur Sonderausstellung Markenzeichen Tracht)
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